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Beste Möglichkeiten, Studiengebühren nach Deutschland zu überweisen

Internationale Studierende können Beste Möglichkeiten, Studiengebühren nach Deutschland zu überweisen per SEPA, SWIFT, Wise, Revolut, Kreditkarte oder über ein offizielles Zahlungsportal der Hochschule. Welche Methode am günstigsten ist, hängt von der Ausgangswährung, dem Herkunftsland und den Zahlungswegen der Universität ab.

Die wichtigste Regel lautet: Vergleichen Sie nicht nur die sichtbare Überweisungsgebühr, sondern den Gesamtbetrag, der nach Wechselkurs, Bankgebühren und möglichen Abzügen bei der Hochschule ankommt.

Die besten Zahlungsmethoden im Vergleich

ZahlungsmethodeTypische KostenGeeignet für
SEPA-Überweisung in EuroNiedrigZahlungen von einem europäischen Eurokonto
Hochschulportal oder FlywireUnterschiedlichSichere und nachvollziehbare internationale Zahlungen
WiseTransparent und abhängig von Währung und BetragUmrechnung von Fremdwährung in Euro
RevolutAbhängig vom Tarif und WechselbetragZahlung aus einem bestehenden Multiwährungskonto
SWIFT-ÜberweisungHäufig höherLänder und Währungen ohne günstigere Alternative
Kredit- oder DebitkarteTeilweise hochKleine oder dringende Zahlungen

1. SEPA-Überweisung: beste Option bei einem Eurokonto

Wer bereits ein Konto innerhalb des SEPA-Raums besitzt und Euro überweist, sollte normalerweise eine SEPA-Überweisung verwenden.

Nach den europäischen Zahlungsregeln dürfen grenzüberschreitende elektronische Eurozahlungen innerhalb der EU nicht teurer sein als vergleichbare nationale Zahlungen. Viele Studentenkonten bieten solche Überweisungen kostenlos an.

Für die Überweisung benötigen Sie normalerweise:

  • Name des Zahlungsempfängers;
  • IBAN der Hochschule;
  • gegebenenfalls BIC;
  • genaue Höhe der Studien- oder Semestergebühren;
  • vorgeschriebenen Verwendungszweck;
  • Matrikel- oder Bewerbernummer.

Der Verwendungszweck ist entscheidend. Die Technische Universität München verlangt beispielsweise neben dem Namen und Semester die TUM-Studierendennummer, damit die Zahlung richtig zugeordnet werden kann.

Empfehlung: Nutzen Sie SEPA, wenn das Geld bereits in Euro auf einem europäischen Konto liegt.

2. Offizielles Hochschulportal oder Flywire

Einige Hochschulen arbeiten mit internationalen Zahlungsplattformen wie Flywire zusammen. Der Student öffnet dabei den offiziellen Zahlungslink der Universität, wählt sein Herkunftsland und sieht die verfügbaren Zahlungsmethoden.

Flywire zeigt vor der Zahlung den Gesamtbetrag für jede angebotene Methode an. Zahlungen können anschließend online verfolgt werden, und die Hochschule sieht im System, sobald der Betrag bestätigt wurde.

Vorteile

  • Zahlung wird automatisch der Hochschule zugeordnet.
  • Status kann online verfolgt werden.
  • Lokale Zahlungsmöglichkeiten können verfügbar sein.
  • Angaben des Zahlenden und Studierenden werden erfasst.
  • Probleme mit einem falschen Verwendungszweck werden reduziert.

Mögliche Nachteile

  • Der angebotene Wechselkurs muss nicht immer der günstigste sein.
  • Kartenzahlungen können zusätzliche Gebühren enthalten.
  • Nicht jede deutsche Hochschule nutzt Flywire.
  • Eine direkte Euroüberweisung kann günstiger sein.

Vergleichen Sie daher im Portal die Zahlung in Ihrer Landeswährung mit der Option, direkt in Euro zu bezahlen.

3. Wise: gut für die Umrechnung in Euro

Wise eignet sich besonders, wenn die Familie das Geld in einer anderen Währung besitzt und die Hochschule eine Euroüberweisung verlangt.

Vor der Bestätigung zeigt Wise:

  • den verwendeten Wechselkurs;
  • die vollständige Transfergebühr;
  • den Betrag, den die Hochschule erhält;
  • die voraussichtliche Überweisungsdauer.

Die Kosten hängen von Währung, Betrag und Einzahlungsmethode ab und werden vor Abschluss der Transaktion angezeigt.

Sinnvoller Ablauf

  1. Zahlungsdaten der Universität prüfen.
  2. Studiengebühr in Euro eingeben.
  3. Endgültige Kosten bei Wise berechnen lassen.
  4. Mit dem Angebot der eigenen Bank und des Hochschulportals vergleichen.
  5. Korrekten Verwendungszweck übernehmen.
  6. Zahlungsbeleg speichern.

Wise ist kein offizielles Hochschulportal. Der Student trägt daher selbst die Verantwortung für die korrekte IBAN und Zahlungsreferenz.

4. Revolut: praktisch bei vorhandenem Guthaben

Revolut kann günstig sein, wenn das Geld bereits auf dem Konto liegt und innerhalb der geltenden Tarifgrenzen in Euro gewechselt wird.

Beim deutschen Standardkonto sind lokale und bestimmte Eurozahlungen kostenlos. Für andere internationale Überweisungen oder Währungsumrechnungen können abhängig vom Tarif, Zeitpunkt und Betrag Gebühren entstehen. Revolut zeigt anfallende Kosten vor der Bestätigung in der App an.

Revolut eignet sich besonders, wenn:

  • bereits eine deutsche oder europäische IBAN genutzt wird;
  • das Guthaben in Euro vorhanden ist;
  • die Hochschule eine normale SEPA-Zahlung akzeptiert;
  • keine hohen zusätzlichen Wechselgebühren entstehen.

Bei einer hohen Studiengebühr sollte der gesamte Betrag mit Wise, der Hausbank und dem Hochschulportal verglichen werden.

5. SWIFT-Überweisung über eine Bank

Eine SWIFT-Überweisung wird häufig benötigt, wenn das Geld aus einem Land außerhalb des SEPA-Raums kommt und keine lokale Zahlungsroute verfügbar ist.

Dabei können mehrere Kosten entstehen:

  • Gebühr der Absenderbank;
  • Wechselkursaufschlag;
  • Gebühr einer Korrespondenzbank;
  • Gebühr der Empfängerbank;
  • Abzug vom überwiesenen Betrag.

Gebührenoptionen bei SWIFT

  • OUR: Der Absender übernimmt die Überweisungskosten.
  • SHA: Absender und Empfänger tragen jeweils ihre Kosten.
  • BEN: Sämtliche Kosten werden vom überwiesenen Betrag abgezogen.

Bei Studiengebühren sollte normalerweise der vollständige Rechnungsbetrag bei der Hochschule ankommen. Fragen Sie deshalb vorab, ob die Gebührenoption OUR erforderlich ist.

Überweisen Sie außerdem einige Tage vor der Frist, da internationale Bankzahlungen länger dauern und durch Compliance-Prüfungen verzögert werden können.

6. Zahlung mit Kredit- oder Debitkarte

Kartenzahlungen sind schnell, können bei hohen Studiengebühren aber teuer werden.

Mögliche Kosten sind:

  • Fremdwährungsgebühr der Kartenbank;
  • Wechselkursaufschlag;
  • Bearbeitungsgebühr des Zahlungsportals;
  • Kartenlimit;
  • zusätzliche Sicherheitsprüfung.

Eine Kreditkarte eignet sich eher für kleinere Zahlungen wie Bewerbungs-, Einschreibe- oder Semestergebühren. Bei mehreren Tausend Euro ist eine Bank- oder Transferzahlung häufig günstiger.

Wie hoch sind Studiengebühren in Deutschland?

Viele öffentliche Hochschulen verlangen für ein Erststudium keine allgemeinen Studiengebühren, erheben aber Semesterbeiträge. Ausnahmen bestehen unter anderem in Baden-Württemberg und bei einzelnen Hochschulen oder Studienprogrammen.

Die Technische Universität München verlangt von bestimmten internationalen Studierenden beispielsweise meistens:

  • 2.000 oder 3.000 Euro pro Semester für Bachelorprogramme;
  • 4.000 oder 6.000 Euro pro Semester für Masterprogramme.

Zusätzlich fällt der reguläre Semesterbeitrag an.

Prüfen Sie deshalb zuerst, ob es sich bei der Forderung um Studiengebühren, Semesterbeiträge oder eine andere Zahlung handelt.

Betrug bei Studiengebühren vermeiden

Überweisen Sie niemals Geld an ein Konto, das Ihnen nur über eine private Nachricht, einen Vermittler oder eine unbekannte E-Mail-Adresse mitgeteilt wurde.

Die TUM warnt internationale Studierende ausdrücklich davor, Geld an unbekannte Konten zu überweisen.

Kontrollieren Sie vor jeder Zahlung:

  1. Bankverbindung auf der offiziellen Hochschulwebseite.
  2. Domain der erhaltenen E-Mail.
  3. Name des Zahlungsempfängers.
  4. Matrikel- oder Bewerbernummer.
  5. Zahlungsfrist und exakten Betrag.
  6. Möglichkeit, die Rechnung im Hochschulportal einzusehen.

Ändert sich die IBAN kurzfristig, sollten Sie die Universität über eine offiziell veröffentlichte Telefonnummer oder E-Mail-Adresse kontaktieren.

Welche Methode ist am besten?

  • Geld liegt bereits in Euro auf einem europäischen Konto: SEPA.
  • Hochschule bietet ein offizielles Zahlungsportal: Portal mit Alternativen vergleichen.
  • Geld muss aus einer Fremdwährung umgerechnet werden: Wise, Bank und Flywire vergleichen.
  • Revolut-Konto mit Euroguthaben vorhanden: SEPA-Zahlung über Revolut prüfen.
  • Keine lokale Transfermöglichkeit verfügbar: SWIFT mit korrekter Gebührenoption.
  • Kleine oder dringende Zahlung: Kredit- oder Debitkarte, sofern offiziell angeboten.

Fazit

Die günstigste Möglichkeit, Studiengebühren nach Deutschland zu überweisen, ist meistens eine SEPA-Überweisung in Euro. Muss das Geld zunächst umgerechnet werden, können Wise oder ein offizielles Hochschulportal günstiger und transparenter als eine klassische SWIFT-Zahlung sein.

Wählen Sie die Methode, bei der der korrekte Eurobetrag sicher bei der Hochschule ankommt, und speichern Sie Überweisungsbeleg sowie Zahlungsbestätigung bis zur endgültigen Verbuchung.

Offizielle Quellen und Anbieterinformationen

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