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Was ist eine VPD von Uni-Assist und wie bekommt man sie?

Was ist eine VPD von Uni-Assist und wie bekommt man sie?

Internationale Studienbewerber stoßen bei der Bewerbung an deutschen Hochschulen häufig auf die Abkürzung VPD. Sie steht für Vorprüfungsdokumentation und wird von uni-assist ausgestellt. Das Dokument bestätigt, wie die eingereichten ausländischen Bildungsnachweise bewertet und die Abschlussnote in das deutsche Notensystem umgerechnet wurden.

Eine VPD von uni-assist ist jedoch weder eine Hochschulzulassung noch eine vollständige Bewerbung. Nach Erhalt müssen Bewerber die VPD zusammen mit den übrigen Unterlagen selbst innerhalb der Frist bei der gewünschten Hochschule einreichen.

Was ist eine Vorprüfungsdokumentation?

Die VPD ist ein digitales Zertifikat, das uni-assist für bestimmte deutsche Hochschulen ausstellt. Es enthält insbesondere:

  • die von der Bewerberin oder dem Bewerber eingereichten Bildungsnachweise,
  • die Bewertung dieser Zeugnisse durch uni-assist,
  • Informationen zum möglichen Hochschulzugang,
  • die Umrechnung der Abschlussnote in das deutsche Notensystem,
  • gegebenenfalls weitere Hinweise zur akademischen Qualifikation.

Die Hochschule nutzt diese Bewertung anschließend als Grundlage für ihr eigenes Zulassungsverfahren. Über die tatsächliche Zulassung entscheidet ausschließlich die Universität oder Hochschule, nicht uni-assist.

Wer braucht eine VPD?

Nicht alle internationalen Bewerber benötigen eine Vorprüfungsdokumentation. Ob das VPD-Verfahren gilt, hängt ab von:

  • der gewünschten Hochschule,
  • dem ausgewählten Studiengang,
  • der Art des Abschlusses,
  • dem Land, in dem die Zeugnisse erworben wurden,
  • dem Bachelor- oder Masterverfahren,
  • den besonderen Bewerbungsregeln der Hochschule.

Einige Hochschulen verlangen eine VPD nur für Masterbewerbungen, andere für bestimmte Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Universität zu Köln nutzt sie beispielsweise für internationale Masterbewerbungen, während auch die Technische Universität München bei bestimmten internationalen Bewerbungen eine VPD verlangt.

Ob eine VPD erforderlich ist, lässt sich an zwei Stellen prüfen:

  1. auf der Bewerbungsseite der gewünschten Hochschule,
  2. in der offiziellen Datenbank der uni-assist-Hochschulen.

Unter dem Eintrag der Hochschule wird normalerweise ausdrücklich erwähnt, wenn das VPD-Verfahren verwendet wird.

VPD oder normale uni-assist-Bewerbung: Was ist der Unterschied?

Normales uni-assist-Verfahren

Beim Standardverfahren prüft uni-assist die Bewerbung und leitet sie bei erfolgreicher Bewertung an die Hochschule weiter. Die Hochschule entscheidet anschließend über die Zulassung.

VPD-Verfahren

Beim VPD-Verfahren bewertet uni-assist nur die dafür vorgesehenen Bildungsnachweise und stellt anschließend die VPD als PDF aus. Danach muss der Bewerber:

  • das Bewerbungsportal der Hochschule öffnen,
  • dort einen separaten Antrag stellen,
  • die VPD hochladen,
  • weitere verlangte Dokumente einreichen,
  • die Bewerbungsfrist der Hochschule einhalten.

Die Beantragung der VPD allein stellt daher noch keine vollständige Bewerbung an der Hochschule dar.

Welche Dokumente benötigt man für die VPD?

Die genaue Dokumentenliste hängt von Hochschule, Studiengang und Herkunftsland der Bildungsnachweise ab. Häufig werden benötigt:

  • Schulabschlusszeugnis,
  • vollständige Fächer- und Notenübersicht,
  • Hochschulaufnahmeprüfung, falls im Herkunftsland erforderlich,
  • Nachweise über bereits absolvierte Hochschulsemester,
  • Bachelorurkunde für eine Masterbewerbung,
  • vollständiges Transcript of Records,
  • Sprachnachweis,
  • Reisepasskopie,
  • APS-Zertifikat für bestimmte Bildungsnachweise aus China, Indien oder Vietnam,
  • gegebenenfalls Lebenslauf oder weitere hochschulspezifische Unterlagen.

Zeugnisse müssen in ihrer Originalsprache hochgeladen werden. Wurden sie nicht auf Deutsch oder Englisch ausgestellt, wird zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche oder Englische benötigt.

Wie bekommt man eine VPD von uni-assist?

1. Anforderungen der Hochschule prüfen

Lesen Sie zuerst die offizielle Bewerbungsseite des gewünschten Studiengangs. Prüfen Sie:

  • ob eine VPD verlangt wird,
  • für welche Bewerbergruppen sie erforderlich ist,
  • welches Semester ausgewählt werden soll,
  • bis wann die VPD bei der Hochschule vorliegen muss,
  • welche weiteren Unterlagen direkt bei der Hochschule einzureichen sind.

2. Konto bei My assist erstellen

Die Beantragung erfolgt online über das Bewerbungsportal My assist. Dort erstellen Bewerber ein persönliches Konto und geben ihre Bildungs- und Kontaktdaten ein.

3. Hochschule beziehungsweise VPD-Antrag auswählen

Suchen Sie im Kurskatalog nach der gewünschten Hochschule und dem passenden VPD-Antrag. Bei manchen Hochschulen wird als Fachrichtung beispielsweise „alle Fächer“ angezeigt. Die genaue Darstellung wird von der jeweiligen Hochschule festgelegt.

4. Dokumente hochladen

Alle erforderlichen Unterlagen werden im Bereich „Meine Dokumente“ hochgeladen. Wer sich bei mehreren Hochschulen bewirbt, muss identische Zeugnisse nur einmal hochladen. Individuelle Motivationsschreiben oder Lebensläufe können separat den jeweiligen Bewerbungen zugeordnet werden.

5. Onlineantrag absenden und Gebühr bezahlen

Die Bearbeitung beginnt erst, nachdem der Onlineantrag vollständig übermittelt und die Bearbeitungsgebühr bezahlt wurde.

6. Bearbeitungsstatus verfolgen

Der aktuelle Status erscheint im My-assist-Konto. Fehlen Dokumente, sollten sie so früh wie möglich nachgereicht werden. Neu hochgeladene Unterlagen werden erneut in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, wodurch zusätzliche Wartezeit entstehen kann.

7. VPD herunterladen und bei der Hochschule einreichen

Nach erfolgreicher Prüfung wird die VPD als PDF im Bereich „Mein Postfach“ bereitgestellt. Dieses Dokument muss anschließend über das Bewerbungsportal der Hochschule hochgeladen werden.

Was kostet eine VPD 2026?

Für die VPD gelten dieselben Bearbeitungsgebühren wie für eine normale uni-assist-Bewerbung:

  • 75 Euro für den ersten Studienwunsch im jeweiligen Semester,
  • 30 Euro für jeden weiteren Studienwunsch im selben Semester.

Die Gebühr wird für die Prüfung und Bewertung der Unterlagen berechnet – unabhängig davon, ob das Ergebnis positiv oder negativ ausfällt. Einige Hochschulen übernehmen die Kosten für ihre Bewerber; ein entsprechender Hinweis erscheint dann in My assist.

Bei einer erneuten Bewerbung in einem späteren Semester werden die Gebühren erneut berechnet.

Wie lange dauert die VPD-Bearbeitung?

Uni-assist nennt für einen VPD-Antrag regulär eine Bearbeitungszeit von ungefähr vier bis sechs Wochen nach dem Absenden des Onlineantrags.

In Zeiten mit besonders vielen Bewerbungen kann es länger dauern. Am 13. Juli 2026 veröffentlichte uni-assist für alle Herkunftsregionen der Zeugnisse aktuelle Bearbeitungszeiten von ungefähr sieben bis acht Wochen. Einzelne Verfahren können noch mehr Zeit benötigen.

Uni-assist empfiehlt deshalb, den Antrag möglichst mindestens acht Wochen vor der Bewerbungsfrist einzureichen. Bei der VPD sollte zusätzlicher Zeitpuffer eingeplant werden, weil danach noch die direkte Bewerbung bei der Hochschule erfolgen muss.

Wie lange ist die VPD gültig?

Eine ausgestellte VPD ist ab dem Ausstellungsdatum ein Jahr lang gültig. Das gilt unabhängig davon, welches Semester bei der Beantragung in My assist ausgewählt wurde.

Trotzdem sollten Bewerber prüfen, ob:

  • die Hochschule eine aktuellere VPD verlangt,
  • sich seit der Ausstellung die akademischen Leistungen geändert haben,
  • ein neuer Abschluss erworben wurde,
  • die VPD tatsächlich für dieselbe Hochschule ausgestellt wurde.

Die VPD wird hochschulspezifisch erstellt. Eine VPD für Hochschule A kann deshalb nicht automatisch für Hochschule B verwendet werden.

Welche Fehler führen häufig zu Problemen?

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • VPD zu spät beantragen,
  • die VPD nicht zusätzlich bei der Hochschule einreichen,
  • falsche Hochschule oder falschen Antrag auswählen,
  • unvollständige Notenübersichten hochladen,
  • Übersetzungen ohne Originalzeugnisse einreichen,
  • nicht anerkannte Übersetzungen verwenden,
  • APS-Zertifikat vergessen,
  • Bewerbungsfrist der Hochschule mit der uni-assist-Frist verwechseln,
  • annehmen, dass die VPD automatisch eine Zulassung bedeutet.

Alle erforderlichen Dokumente müssen rechtzeitig hochgeladen sein. Fehlen Unterlagen, kann die VPD möglicherweise nicht mehr vor Ende der Hochschulfrist ausgestellt werden.

Fazit

Die VPD von uni-assist ist eine Vorprüfung ausländischer Bildungsnachweise, die bestimmte deutsche Hochschulen für ihre Bewerbungsverfahren verlangen. Sie enthält die Bewertung der Zeugnisse und die Umrechnung der Note in das deutsche System, stellt aber keine Zulassung dar.

Für die Beantragung werden ein My-assist-Konto, vollständige Bildungsnachweise, gegebenenfalls Übersetzungen und eine Bearbeitungsgebühr benötigt. Da die Bearbeitung im Juli 2026 etwa sieben bis acht Wochen dauern kann, sollte die VPD deutlich vor der Hochschulfrist beantragt werden. Nach Erhalt muss der Bewerber die VPD selbst fristgerecht bei der Hochschule einreichen.

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